Instagram ohne Gesicht: 7 Learnings nach 22.000 Followern
Du möchtest auf Instagram etwas aufbauen, aber sobald eine Kamera auf dich gerichtet ist, fühlst du dich unwohl? Vor der Kamera sprechen, ständig Storys aufnehmen oder dein Privatleben mit anderen teilen – darauf hast du eigentlich gar keine Lust?
Genau so geht es mir.
Ich stand noch nie besonders gerne vor der Kamera. Eigentlich war das schon in der Schule so. Wenn wir in einer Gruppe ein Plakat erstellen und anschließend präsentieren sollten, war ich lieber diejenige, die das Plakat gestaltet hat. Vorne stehen und präsentieren? Das durften gerne die anderen übernehmen.
Und genau deshalb wurde Instagram ohne Gesicht für mich irgendwann so interessant.
Heute hat meine eigene Instagram-Themenseite Gedankenflowera rund 22.000 Follower – ohne dass ich dort ständig selbst vor der Kamera stehen und in Reels sprechen muss.
Dabei lief längst nicht alles perfekt. Ganz im Gegenteil. Ich habe ausprobiert, Fehler gemacht, war zwischendurch demotiviert und habe auch nicht immer konstant gepostet.
Deshalb möchte ich dir hier keine perfekte Instagram-Erfolgsgeschichte erzählen. Ich möchte dir lieber zeigen, was ich auf meinem eigenen Weg gelernt habe.

Was bedeutet Instagram ohne Gesicht eigentlich?
Vielleicht hast du schon einmal Begriffe wie Faceless Content, Faceless Instagram oder Instagram-Themenseite gehört.
Im Grunde bedeutet Faceless Content, dass du Inhalte erstellst, ohne dass deine eigene Person ständig im Mittelpunkt steht. Du musst also nicht in jedem Reel dein Gesicht zeigen oder vor der Kamera sprechen.
Bei einer Themenseite steht stattdessen ein bestimmtes Thema im Vordergrund.
Bei Gedankenflowera sind das zum Beispiel Gedanken, Psychologie, Zitate und Sprüche.
Dabei bedeutet „faceless“ für mich aber nicht automatisch, dass man sich für immer komplett verstecken muss. Du entscheidest selbst, wie viel du von dir zeigen möchtest.
Vielleicht möchtest du überhaupt nicht zu sehen sein. Vielleicht zeigst du nur deine Hände oder verwendest deine Stimme. Vielleicht möchtest du irgendwann doch einmal persönlich auftreten.
Genau diese Freiheit finde ich daran so schön.
Warum Instagram ohne Gesicht so gut zu mir passt
Ich bin eher introvertiert und fühle mich einfach nicht besonders wohl, wenn eine Kamera auf mich gerichtet ist.
Dazu kam noch etwas anderes.
Bevor Gedankenflowera entstanden ist, hatte ich bereits verschiedene Dinge ausprobiert. Unter anderem hatte ich mich an einem eigenen Onlineshop im Bereich Print-on-Demand versucht.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du probierst etwas Neues und möchtest eigentlich gar nicht jedem davon erzählen, weil du keine Lust auf Kommentare hast wie:
„Was probierst du denn jetzt schon wieder?“
Genau deshalb wollte ich dieses Mal etwas anonym starten.
Ich wollte ausprobieren, lernen und auch Fehler machen können, ohne das Gefühl zu haben, dass mir ständig jemand über die Schulter schaut.
Mit Faceless Content kam ich dann im Zusammenhang mit digitalen Produkten und einem Kurs in Berührung. Dort habe ich zum ersten Mal richtig gesehen, welche Möglichkeiten es gibt, Content zu erstellen, ohne klassisch vor der Kamera zu stehen.
Zum Beispiel Videos, bei denen jemand nur von hinten zu sehen ist, Landschaftsaufnahmen oder ganz einfache Clips, über die später Text gelegt wird.
Und irgendwie hat mir das damals die Augen geöffnet:
Ich kann online Content erstellen, ohne selbst ständig im Mittelpunkt stehen zu müssen.

Wie aus meiner Idee Gedankenflowera wurde
Eigentlich kam die Idee für meine Themenseite gar nicht aus dem Nichts. Ich mochte schon immer Sprüche, Zitate und Bilder, die einen zum Nachdenken bringen. Manche Sätze liest man und denkt sich einfach: Genau das fühle ich gerade. Genau solche Inhalte habe ich selbst gerne gespeichert oder mit anderen geteilt.
Als ich dann angefangen habe, mich intensiver mit Instagram ohne Gesicht und Themenseiten zu beschäftigen, hat für mich plötzlich vieles zusammengepasst. Warum nicht eine Seite zu einem Thema aufbauen, das mich sowieso interessiert?
So entstand nach und nach Gedankenflowera – meine Themenseite rund um Psychologie, Mindset, Gedanken und Gefühle.
Am Anfang war allerdings längst nicht alles durchdacht. Ein Reel sah so aus, das nächste wieder komplett anders. Ich habe verschiedene Designs ausprobiert, Fehler gemacht und teilweise viel zu lange darüber nachgedacht, ob etwas gut genug ist.
Irgendwann habe ich verstanden: Ich muss nicht von Anfang an alles perfekt können.
Viel wichtiger war, dranzubleiben, auszuprobieren und mit der Zeit herauszufinden, welche Inhalte bei meiner Community funktionieren und gleichzeitig zu meiner Seite passen.
Und genau dadurch ist die Seite Stück für Stück gewachsen. Heute folgen Gedankenflowera über 22.000 Menschen – etwas, das ich mir am Anfang selbst nicht wirklich vorstellen konnte.
Meine 7 Learnings nach 22.000 Followern
1. Du musst nicht vor der Kamera sprechen
Das war für mich wahrscheinlich eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt.
Früher hatte ich bei Instagram automatisch Menschen im Kopf, die ihr Gesicht zeigen, in die Kamera sprechen und ihr Leben mit ihrer Community teilen.
Aber Instagram kann auch anders funktionieren.
Bei Instagram ohne Gesicht steht der Content im Vordergrund und nicht unbedingt die Person dahinter.
Gerade wenn du dich vor der Kamera unwohl fühlst, kann das eine Möglichkeit sein, die viel besser zu dir passt.
Das heißt übrigens nicht, dass eine Variante besser ist als die andere.
Manche Menschen lieben es, vor der Kamera zu stehen. Andere eben nicht.
Und genau darum geht es für mich auch bei Digitalflowera:
Nicht jeder Weg muss deiner sein.
2. Du musst kein kreatives Genie sein
Ich würde mich selbst nicht als außergewöhnlich kreativ bezeichnen.
Ich kann nicht besonders gut zeichnen und bin auch keine ausgebildete Grafikdesignerin.
Ich mochte aber schon immer Bilder, Zitate und Sprüche. Mir macht es Spaß, solche Dinge zusammenzustellen und daraus Content zu machen.
Und ich habe gemerkt: Man muss nicht schon am ersten Tag alles können.
Vieles entwickelt sich erst mit der Zeit.
Du probierst etwas aus, schaust, was dir gefällt, lernst dazu und entwickelst nach und nach deinen eigenen Stil.
3. Du brauchst nicht ständig eigenes Foto- und Videomaterial

Ich persönlich filme tatsächlich gerne – besonders wenn ich unterwegs bin oder reise.
Auf Island hatte ich zum Beispiel eine kleine Insta360-Kamera dabei. Die konnten wir an einer Cap oder Jacke befestigen oder auch im Auto nutzen.
So sind ganz nebenbei Aufnahmen von Landschaften, Straßen und unserer Umgebung entstanden.
Solche Videos lassen sich später wunderbar für einfache Reels verwenden: Video in den Hintergrund, Text darüber – fertig.
Aber mir ist an dieser Stelle etwas ganz wichtig:
Du musst weder nach Island reisen noch ständig selbst filmen oder fotografieren können, um Faceless Content zu erstellen.
Es gibt zum Beispiel auch Content-Banken, über die du fertige Fotos und Videos für deinen Content kaufen kannst. Das können etwa ästhetische Alltagsszenen, Naturaufnahmen oder Clips sein, bei denen Personen nur von hinten oder ohne erkennbares Gesicht zu sehen sind.
Wichtig ist natürlich, dass du beim Kauf darauf achtest, welche Nutzungsrechte bzw. Lizenz du für die Inhalte erhältstund ob du sie für deinen geplanten Zweck auf Social Media verwenden darfst.
Du hast also verschiedene Möglichkeiten: Du kannst eigenes Material verwenden, auf passende lizenzierte Inhalte zurückgreifen oder verschiedene Varianten miteinander kombinieren.
Am Ende geht es auch hier wieder darum, einen Weg zu finden, der zu dir passt und den du langfristig gerne umsetzt.
4. Nicht jeder Content funktioniert gleich gut
Gerade am Anfang habe ich sehr viel ausprobiert.
Und das würde ich heute wieder so machen.
Nicht jeder Beitrag wird gleich gut angenommen und nicht jedes Reel entwickelt sich so, wie man es sich vorgestellt hat.
Mit der Zeit lernst du aber deine eigene Seite immer besser kennen.
Du bekommst ein Gefühl dafür, was zu deinem Thema passt, welche Inhalte deine Community interessieren und womit du dich selbst wohlfühlst.
Diese Erfahrung entsteht meiner Meinung nach vor allem durch eines:
Machen.
5. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion
Perfektionismus kann einen ziemlich gut davon abhalten, überhaupt etwas zu veröffentlichen.
Das kenne ich selbst.
Gerade am Anfang dachte ich oft darüber nach, wie etwas aussehen sollte oder ob es überhaupt gut genug ist.
Heute sehe ich das anders.
Viele Dinge lernt man sowieso erst, während man sie macht.
Und ja, auch ich hatte Phasen, in denen ich nicht konstant gepostet habe. Manchmal war ich demotiviert und dadurch blieb meine Seite natürlich auch mal liegen.
Deshalb ist eines meiner größten Learnings:
Lass dich nicht vom Perfektionismus aufhalten.
Lieber anfangen, ausprobieren und dabei besser werden, als monatelang auf den perfekten Moment zu warten. (Spoiler, den gibt es nicht)
6. Eine Community entsteht nicht über Nacht
22.000 Follower hören sich erstmal nach einer großen Zahl an.
Aber dahinter stehen viele einzelne Tage, Wochen und Monate.
Meine Seite ist gerade am Anfang langsam gewachsen. Es gab keine Garantie dafür, dass daraus irgendwann 10.000, 20.000 oder heute rund 22.000 Follower werden.
Und genau deshalb möchte ich dir hier auch keine falschen Erwartungen machen.
Nur weil meine Seite diese Followerzahl erreicht hat, bedeutet das nicht automatisch, dass jede andere Seite dieselben Ergebnisse oder dieselbe Wachstumsgeschwindigkeit erreicht.
Was ich aber gelernt habe: Wenn du immer wieder weitermachst, gibst du dir überhaupt erst die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und besser zu werden.
7. Aus einer Themenseite können unerwartete Möglichkeiten entstehen
Damit hatte ich am Anfang überhaupt nicht gerechnet.
Als ich selbst angefangen habe, hatte ich jemanden kennengelernt, mit dem ich über längere Zeit immer wieder im Austausch war.
Wir haben gegenseitig mitbekommen, wie sich unsere Projekte entwickeln, haben geschrieben und uns ausgetauscht. Dadurch ist mit der Zeit natürlich auch Vertrauen entstanden.
Irgendwann fragte sie mich, ob ich für einen ihrer Accounts den Content erstellen und die Seite mitbetreuen möchte.
Und plötzlich wurde aus etwas, das ich ursprünglich nur für meine eigene Instagram-Seite gelernt hatte, eine bezahlte Tätigkeit.
Heute nutze ich meine Erfahrung also nicht nur für Gedankenflowera, sondern erstelle auch für jemand anderen Content.
Das finde ich rückblickend besonders spannend.
Manchmal fängst du mit einer Sache an und weißt noch überhaupt nicht, welche Möglichkeiten sich daraus später entwickeln können.
Was genau ist eine Instagram-Themenseite?
Eine Instagram-Themenseite ist ein Account, bei dem ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt steht und nicht hauptsächlich die Person hinter dem Profil. Das können zum Beispiel Erfolg, Mindset, Motivation, Gesundheit, Reisen oder Psychologie sein.
Vielleicht fragst du dich jetzt: Ist eine Instagram-Themenseite dasselbe wie ein Faceless Account?
Nicht ganz.
Bei Faceless Instagram steht die Person hinter dem Account nicht als klassische Personal Brand im Mittelpunkt. Das bedeutet aber nicht, dass in den Beiträgen überhaupt keine Menschen oder Gesichter zu sehen sein dürfen.
In einem Reel kann zum Beispiel eine Person von hinten durch die Natur laufen, aber genauso kann auch einmal eine Person von vorne zu sehen sein. Dabei weißt du als Zuschauer nicht unbedingt, ob das tatsächlich die Person ist, die den Account betreibt. Solche Aufnahmen können beispielsweise auch aus einer lizenzierten Content-Bank stammen.
Bei einer Instagram-Themenseite steht dagegen vor allem ein bestimmtes Thema im Vordergrund. Meine Seite Gedankenflowera dreht sich zum Beispiel um Psychologie, Erfolg und Mindset.
Und dann gibt es noch hybride Varianten: Der Feed kann beispielsweise komplett faceless aufgebaut sein, während sich die Person hinter dem Account hin und wieder in den Storys zeigt, selbst spricht oder persönlich mit ihrer Community in Kontakt tritt.
Vereinfacht kannst du es dir deshalb so merken:
Themenseite = Das Thema steht im Mittelpunkt.
Faceless = Die Person hinter dem Account ist nicht die zentrale Figur des Contents.
Hybrid = Thematischer/faceless Content wird mit persönlichen Einblicken kombiniert.
Wie viel du von dir selbst zeigen möchtest, kannst du also ganz unterschiedlich gestalten.
Wenn du genauer wissen möchtest, wie eine Instagram-Themenseite funktioniert, wie man eine passende Nische findet und welche Möglichkeiten sich daraus entwickeln können, erkläre ich dir das ausführlich in diesem Beitrag.
→ Instagram Themenseite: Was ist das & wie funktioniert sie?
Kann man mit einer Instagram-Themenseite Geld verdienen?
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Instagram-Themenseite irgendwann zu monetarisieren.
Dazu können zum Beispiel Affiliate Marketing, Kooperationen, eigene digitale Produkte oder Dienstleistungen rund um Content und Social Media gehören.
Mir ist dabei aber Transparenz wichtig:
Meine rund 22.000 Follower bedeuten nicht, dass ich mit Gedankenflowera automatisch ein bestimmtes Einkommen erzielt habe.
Meine bisherige konkrete Erfahrung mit dem Geldverdienen ist unter anderem dadurch entstanden, dass jemand meine Fähigkeiten im Content-Bereich nutzen wollte und mich dafür bezahlt, Content für einen anderen Account zu erstellen.
Auf Digitalflowera möchte ich dir verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie man sich online etwas Eigenes aufbauen kann.
Aber ich möchte dir nicht versprechen, dass du mit einer bestimmten Methode garantiert 5.000 oder 10.000 Euro verdienen wirst.
Ob und wie viel jemand verdient, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.
Wie ich selbst mit meiner Instagram-Themenseite gestartet bin
Natürlich kannst du dir heute unglaublich viele Informationen kostenlos zusammensuchen.
Du kannst YouTube-Videos schauen, Blogartikel lesen und versuchen, dir Schritt für Schritt selbst alles beizubringen.
Für mich persönlich hatte ein Kurs allerdings einen wichtigen Vorteil:
Ich war nicht komplett auf mich allein gestellt.
Gerade wenn Fragen auftauchen oder man irgendwo festhängt, finde ich es hilfreich, Menschen zu haben, mit denen man sich austauschen kann.
Bei dem Kurs, mit dem ich gearbeitet habe, gehören unter anderem eine Community, regelmäßige Live-Calls und die Möglichkeit dazu, Fragen zu stellen.
Das war für mich ein wichtiger Teil des Ganzen.
Möchtest du dir selbst eine Themenseite aufbauen?
Wenn du dir vorstellen kannst, selbst eine Themenseite aufzubauen, aber erstmal genauer verstehen möchtest, wie das Ganze funktioniert, kannst du dir das kostenlose Videotraining meiner Mentorin Jacky anschauen.
Darin erklärt sie dir ganz grob, wie das Konzept funktioniert und welche Möglichkeiten dahinterstecken. So kannst du dir erstmal alles in Ruhe anschauen und herausfinden, ob dieser Weg überhaupt zu dir passt.
Affiliate-Hinweis: Der Link zum kostenlosen Videotraining ist ein Affiliate-Link. Solltest du dich später für ein kostenpflichtiges Angebot entscheiden, kann ich eine Provision erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
Mein Fazit zu Instagram ohne Gesicht
Was ich außerdem gelernt habe: Reichweite kann neue Türen öffnen. Eine Community, die du dir über längere Zeit aufgebaut hast, kann später die Grundlage für ganz unterschiedliche Möglichkeiten sein – auch für solche, an die du beim Start noch gar nicht gedacht hast.
Ich sage deshalb gerne: Reichweite ist für mich eine Art neue Währung. Nicht, weil eine bestimmte Followerzahl automatisch bedeutet, dass du damit Geld verdienst. Sondern weil eine gut aufgebaute Seite und eine echte Community einen Wert haben können.
Instagram-Themenseiten können beispielsweise auch verkauft bzw. übertragen werden. Ich sehe eine gut aufgebaute Themenseite deshalb ein bisschen wie eine digitale Immobilie: Du baust dir über längere Zeit etwas auf, pflegst es und entwickelst es weiter. Natürlich ist eine Instagram-Seite keine echte Immobilie und ihr Wert oder ein späterer Verkauf sind keinesfalls garantiert.
Für mich zeigt das aber vor allem eines: Du weißt beim Start noch gar nicht, welche Türen sich später durch das öffnen können, was du dir heute aufbaust.
